Ich glaube, dass viele meiner Kundinnen zunächst einmal vielleicht kurz mit den Augen drehen, wenn sie hören, dass es drei Termine gibt, wenn sie ein Shooting bei mir buchen. Den Ankleidetermin, den Shootingtermin und die Präsentation.
Drei Termine- Puuh. Ganz schön viel.
Hier möchte ich speziell auf den Ankleidetermin eingehen und warum ich mich bewusst dafür entschieden habe.
Viele Denken vielleicht beim Wort Ankleidetermin zunächst an etwas Organisatorisches. An einen zusätzlichen Termin. An etwas, das man noch erledigen muss, bevor das Shooting stattfindet.
Vielleicht hast du diesen Gedanken auch gerade gehabt.
Jetzt muss ich dafür extra nochmal hinfahren.
Noch ein Termin mehr in einer ohnehin vollen Zeit.
Es beginnt früher als du denkst
Gerade in der Schwangerschaft ist Zeit etwas Kostbares.
Viele Frauen sind müde, organisieren viel, haben Arzttermine, Alltag, Familie.
Dass ein zusätzlicher Termin sich im ersten Moment nach Mehraufwand anfühlt, ist absolut nachvollziehbar.
Genau deshalb ist mir wichtig, diesen Gedanken nicht zu übergehen.
Ich möchte aber genau an diesem Punkt sagen, dass der Ankleidetermin keine lästige Zeitverschwendung ist, kein zusätzlicher Punkt auf deiner To-do-Liste sein sollte.
Er ist eine bewusste Verlagerung.
Denn für mich beginnt das Shooting genau hier. Es ist meist die erste Begegnung, in der wir Zeit haben und gemeinsam in das bevorstehende Shooting eintauchen.
Alles, was sonst am falschen Moment stattfinden würde –
unter Zeitdruck, kurz vor dem Shooting, mitten in der Aufregung –
findet hier vorher statt – in Ruhe und mit der nötigen Aufmerksamkeit.
Warum ich dich nicht einfach ins Shooting schicke
Das Shooting selbst ist meist mit recht viel Aufregung und Nervosität verbunden. Es ist kein neutraler Termin, sondern nah und persönlich. Oft auch emotional.
Deshalb ist es mir wichtig, dass du nicht unvorbereitet in dieses Erlebnis gehst.
Der Ankleidetermin ist genau dafür da dich darauf einzustimmen. Ohne Zeitdruck. Ohne äußere Einflüsse. Ohne das Gefühl gleich funktionieren zu müssen.
Hier darfst du ankommen. Im Raum. In der Atmosphäre und auch ein Stückchen in dir. Viele meiner Kundinnen haben mir schon gesagt, dass sie in dem Moment, wo sie bei uns auf den Hof gefahren sind, schon gespürt haben am richtigen Ort zu sein.
Wir lernen uns kennen, sprechen über das Shooting und über deine Wünsche. Über Unsicherheiten und manchmal auch über völlig andere Dinge. Nicht selten führe ich direkt schon zu Beginn sehr tiefe Gespräche, bevor wir uns überhaupt ein Kleid angesehen haben.
Du bekommst ein Gefühl zu mir und der Umgebung- wie ich spreche, wie ich dich wahrnehme, aber auch wie sich mein Studio für dich anfühlt. Und genau da beginnt das, was für das Shooting später wichtig ist- Klarheit, Sicherheit und Vertrauen. Bestenfalls betrachtest du mich nachher nicht mehr nur als die Fotografin.
Warum wir uns den Stress vom Shootingtag nehmen
Neben dem Kennenlernen hat der Ankleidetermin einen ganz handfesten Zweck. Er nimmt dir den Druck am eigentlichen Shootingtag. Gerade bei Outdoor-Shootings bin ich vom Licht abhängig. Das heißt, wir müssen zu einer bestimmten Uhrzeit an den passenden Locations sein. Das Licht wartet nicht.
Früher habe ich die Kleiderauswahl direkt am Shootingtag selbst gemacht. Und genau dort entstand häufig unnötiger Stress. Nicht jeder kann sich schnell entscheiden. Da die Zeit aber lief, kam es manchmal zu Entscheidungen, die sich als nicht ganz optimal herausstellten. Deshalb liegt der Ankleidetermin bei mir etwa eine Woche vor dem Shooting. An diesem Tag müssen wir kein Zeitfenster erfüllen und es steht auch kein „Wir müssen jetzt raus“ im Raum.
Du kannst dir alles in Ruhe ansehen, anprobieren und vergleichen. Es gibt keine zu schnellen Entscheidungen, keine Hektik. Und wenn die Wahl zwischen den Kleidern nicht jetzt getroffen werden kann, so nimmst du sie gedanklich einfach mit nach Hause und läßt es erst einmal sacken. Meist wird es dann mit etwas Abstand dann doch recht schnell klar.
Styling, Haare, Make-up
Einen entscheidenden Impuls, einen separaten Termin für die Kleideranprobe zu integrieren, kam aus einem Dilemma, das sich immer wieder gezeigt hat.
Viele Kundinnen sind schon fertig gestylt zum Shooting gekommen. Sie haben viel Zeit und Mühe in die Vorbereitungen gesteckt.
Die Vorfreude kippte, denn in der Praxis ist es kaum möglich, durch mehrere Kleiderwechsel zu gehen, ohne dass Haare und Make-up darunter leiden. Die Haare sind zerzaust, der Lippenstift verschwindet, man ist verschwitzt.
Von außen mag das vielleicht wie eine Kleinigkeit wirken, aber von innen verändert es etwas Entscheidendes. Du kommst an, fühlst dich schön- und noch bevor das Shooting beginnt, beginnt dieses Gefühl zu brökeln. Das war ein Umstand, der verändert werden musste.
Deshalb habe ich den Ankleidetermin einfegührt

Wenn mehrere Personen fotografiert werden.
Ein Punkt der oft vernachlässigt wird, zeigt sich, wenn der Partner oder Geschwisterkinder mit fotografiert werden sollen.
Mir ist bei der Komposition der Bilder wichtig, dass keine Unruhe durch zu viele unterschiedliche Farben entsteht. Wenn die Kleidungswahl der mitfotografierten Personen vorher nicht gut durchdacht und abgestimmt ist auf die Kleider der werdenden Mutter, entsteht Ablenkung und im schlimmsten Fall Disharmonie.
Deshalb empfehle ich grundsätzlich mit maximal drei aufeinander abgestimmten Farben zu arbeiten. Diese können monochrom sein oder bewusst als Kontrast gesetzt werden. Aber immer mit einem klaren Gedanken dahinter. Gerade bei einem Outdoor-Shooting spielt das eine große Rolle.
Die Natur bringt bereits viel Struktur, Bewegung und Farbe mit ins Bild. Wiesen, Bäume, Himmel und Licht – all das ist lebendig.
Wenn dann auch noch die Kleidung zu bunt zusammengewürfelt und uneinheitlich ist, entsteht schnell ein unruhiges Gesamtbild.
Umso wichtiger ist, es dass die Kleidung entweder ruhig bleibt oder bewusst als Akzent gesetzt wird. Beides funktioniert, aber beides braucht Abstimmung.
Der Ankleidetermin schafft genau für diese Problematik eine Lösung.
Du kannst dich zunächst ganz unabhängig für deine Favoriten entscheiden. Danach bleibt genügend Zeit, zu Hause passende Kleidung für Partner oder Kinder zusammenzustellen. Dabei kannst du eure Farben aufeinander abstimmen, Kleidungstücke besorgen oder ausleihen und dich bewusst für eine Bildwirkung entscheiden. Nichts passiert unter Zeitdruck. Und du musst nicht ein Kleid wählen, welches zwar zur Kleidung der anderen passt, aber nicht zu deiner Vorstellung.
Das ist ein weiterer Punkt der zeigen soll, dass ein separater Ankleidetermin der Qualität dient.

Was das für den Shootingtag bedeutet
Wenn wir uns am Shootingtag wiedersehen, beginnen wir nicht erst bei Null.
Du kennst den Ort. Du hast mich erlebt und hast eine Vorstellung davon wie ich bin. Und vorallem hast du dich selbst schon ein Stück in dieser Welt gesehen. Die Kleider öffnen oft wie ein Portal den Weg zum bewussten Wahrnehmen. Sich selbst in den Kleidern zu sehen, den Bauch in den Vordergrund zu rücken und zu fühlen wie präsent dein Körper gerade ist, verschiebt oft leise den Blick auf sich selbst. All das passiert nicht erst im Shooting. Es beginnt davor.
Und genau das verändert den Start ins Shooting spürbar. Du freust dich auf die schönen Kleider und kannst deine Schwangerschaft richtig zelebrieren. Es gibt zwischen uns kein Abtasten mehr und bestenfalls ist eine feine Vertrautheit gewachsen. Es ist eher wie ein Anknüpfen, als wie ein Start. Als würden wir dort weitermachen, wo wir aufgehört haben. Beim Shooting selbst können wir uns ganz auf deinen Ausdruck und Präsenz konzentrieren. Wenn wir uns erst kennenlernen müssten, würden viele wundervolle Momente vielleicht nicht entstehen.
Genau das ist der Grund, warum ich so arbeite.
Der Ankleidetermin ist kein Zusatztermin, sondern Teil meines Konzepts, weil er die Qualität des Shootings und den gesamten Ablauf positiv verändert. Für dich und auch später für die Bilder.
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